Familienaufstellung im Juni

diesmal hab ich die Liebe aufgestellt….

wir hatten zwei Aufstellungstage, Samstag und Sonntag, am Samstag war meine Angst vor der Liebe dran….ich war so aufgeregt vorher und dann stand ich selbst da, kein Stellvertreter für mich, ojehhh, dachte ich, aber im Nachhinein genau das Richtige, selbst zu fühlen….

Ingrid suchte einen Stellvertreter für meine Mutter, ich stand ihr in gebührendem Abstand gegenüber, ich meinem Rücken gab es dann noch einen Stellvertreter für die Liebe.

Das war die Ausgangsposition. Ich hatte vorher mit Ingrid gesprochen, da mein Ex Mann das erste mal mitgegangen war, wollte ich keine offene Aufstellung, und so einigten wir uns, dass mein Freund die Liebe ist, was er ja auch ist. Es ging ja um meine Angst davor.

Wie ich schon befürchtet hatte, kam erst der Weg zur Mutter, ich sagte mir, mach es einfach, du hast jetzt hier diese Chance etwas zu verändern. Meine Mutter zeigte sich sehr liebevoll mir gegenüber, aber mein Weg zu ihr war nicht so einfach, hatte ich sie doch im Inneren für alles verantwortlich gemacht….

In ganz kleinen Schritten ging ich auf sie zu und musste ihr dabei in die Augen sehen, das war noch schwerer als das Laufen….aber ich schaffte es und sie nahm mich in die Arme…Tränen…das kenne ich im Leben nicht von ihr und auch nicht bei mir…es gab nie Tränen.

In diesen Momenten konnte ich einiges loslassen, meine Tränen liefen, ein Anfang, ich war so froh und stand einige Mituten bei ihr ohne mich zu bewegen. Dann drehte Ingrid mich um. Da war sie, meine Angst.

Meine Liebe wollte sofort zu mir kommen, aber Ingrid hielt ihn zurück, ich muss zu ihm, sagte sie, in ganz kleinen Schritten. Die Schritte fielen mir nicht schwer, ich konnte sie hintereinander gehen, fas bei ihm dachte ich, nun könnte er aber wenigstens mal die Hände ausstrecken….lustig, er blieb stehen, wie eine Säule, genau wie mein Freund das täte, hatte Ingrid wohl die richtige Wahl getroffen. Ich ging den letzten Schritt, es war schön, aber die Tränen flossen nicht, ich merkte, das dort noch etwas anderes war, dieses Gefühl, es war noch nicht richtig….

Tag 2:

Ich fuhr hin, wieder mit meinem Exmann, ich hatte keinen Schimmer, was ich aufstellen sollte, natürlich eine vage Ahnung, aber das in Worte zu fassen. Also sprach ich mit Ingrid, ich erzählte ihr von meinem Gefühl gestern und erzählte ihr auch was ich vermute.

Mit dem Liebsten hatte ich schon mal eine Verbindung, wahrscheinlich auch schon oft, in einem früheren Leben. Meinen Teil dieses Lebens hatte ich in einer Rückführung wieder erlebt. Ich war damals schwanger von ihm und musste das Kind abtreiben, wir wurden getrennt in diesem Leben und ich hab das nie verkraftet. Das war jetzt nur eine Kurzfassung. Seinen Teil des Lebens konnte ich nicht sehen, ich wusste nicht was passiert war, warum er weg war, bei mir blieb nur das Gefühl, er will mich nicht.

Das alles passt zu unserem heutigen Thema, das es eine KArmische Verbindung ist mit ihm wusste ich schon bald nachdem wir uns getroffen hatten.  Meine Krankheit sagt mir etwas von unerfülltem Kinderwunsch, das passt auch zu dem früheren Leben, nicht aber zu meinem heutigen, denn ich habe ganz tolle Kinder. Als ich meinen Freund kennenlernte, hatte ich sofort dieses starke Gefühl ein Kind mit ihn haben zu müssen, ich wußte lange bevor ich meine Kinder bekam und meinen Freund kennenlernte, welches KInd mir fehlt, es wäre ein Mädchen gewesen, Sarah. Damals konnte ich mir das nie erklären. Ich bekam auch erst zwei Jungs und war mehr als enttäuscht, ohne es begründen zu können, denn eingentlich war es mir egal gewesen, dachte ich. Dann war ich wieder von meinem Exmann schwanger und erfuhr schon vorher, dass es ein Mädchen wird. Ich freute mich so dermaßen und wusste, dass sie Sarah heißen wird. Als mein Mädchen dann auf die Welt kam und ich sie anblickte, sagte ich zur Hebamme, nein, das ist nicht Sarah, und gab ihr einen anderen Namen. Ich wußte lange nicht warum ich das gesagt hatte, denn meinen Freund lernte ich erst siebzehn Jahre später kennen.

Heute kann ich das zuordnen, auch das Gefühl, das dieses Kind uns fehlt.

Also verabredetet ich mit Ingrid meine Krankheit hinzustellen und mich. Dann wollte sie sehen wohin es geht und bei Bedarf das frühere Leben hinzuziehen.

Ich stellte also zwei Personen auf, selbst blieb ich am Rande sitzen. Es ging schnell, meine Krankheit sah nicht meinen Stellvertreter an, sie sah auf den Boden. Ingrid legte Sarah dort hin und sie stellte meinen Freund meinem Stellvertreter gegenüber auf die andere Seite von Sarah. Mein Stellvertreter schaute das Kind an und beachtete ihn gar nicht, er aber sah auch nur das Kind an und brach relativ schnell zusammen, er legte sich schräg vor Sarah, erst als er so lag, konnte mein Stellvertreter ihn sehen, sie als ich hockte sich zu ihm, er nahm meine Hand und hielt sie fest.

Ich, die Zuschauerin in diesem Fall, hockte heulend daneben, ich hatte meine Tränen einfach laufen lassen und sah dem Ganzen zu, Ingrid nickte ab und an bestätigend in meine Richtung, sie wußte, das ich wußte um was es geht.

Sarah ging es gut, sie lag da ganz friedlich und sah uns an, mein Stellvertreter aber zog sich zurück, Ingrid fragte warum, mein Stellvertreter meinte, das wäre alles zuviel.

So stellte Ingrid noch jemanden neben meinen Stellverteter und sagte, du bist jetzt all ihre Gefühle. Mein abgespaltener Persönlichkeitsanteil, mein Stellvertretr brach einfach zusammen, es dauerte eine Weile bis mein Stellvertreter sich aus den Armen der Gefühle lösen konnte und dann setzte sie sich wieder zu meinem Freund, mit den Gefühlen an der Hand…..ich war so froh…

….komischerweise erstaunte es mich gar nicht, dass mein Freund da lag und seine Füße nicht mehr spürte, er hat auch im echten Leben unerklärliche Symptome die ihn einfach mal nicht mehr auftreten lassen. Gerade als die Aufstellung gemacht wurde, war er deshalb wieder krank geschrieben und es war besonders schlimm diesmal.

Ich staunte auf meiner Beobachterposition wieder, mein Freund versuchte aufzustehen, ganz von allein und Sarah und mein Stellvertreter halfen ihm dabei. Gelöst haben wir es in soweit, dass wir drei und meine Gefühle und noch ein anderer Anteil von mir, den mein Exmann vertrat, wie lustig, zusammenstanden. Ja und als ich in diese Position trat und meinen Stellvertreter ablöste, da war sie, die Liebe die mir am Tag davor gefehlt hatte. Es war überwältigend schön.

Ich hab meinem Freund noch an diesem Abend davon erzählt und ich weiß auch, dass wir Sarah noch irgendwann gehen lassen müssen, aber jetzt ist es okay sie erst einmal bei uns zu haben. Diese Aufstellung war für alle sehr anstrengend und sie muss erst einmal wirken.

Ich bin sehr froh Ingrid zu haben und ich bin froh, das ich mich getraut habe dieses Thema aufzustellen.

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