Suche….

irgendwie komme ich mir ständig vor, als wäre ich auf der Suche. Nach was eigentlich?

Im Haushalt suche ich öfter etwas, aber was suche ich in meinem Inneren? Meine Heilpraktikerin meint, einfach tun. Ich muss lächeln, was soll ich denn tun? Ich tue Dies ich tue Das, es begegnen mir Menschen, Begebenheiten, Gelegenheiten. Ich tue nur was nötig ist. Lebensaufgabe, wohl dem der sie gefunden hat. Ich schleiche wahrscheinlich um sie herum, ohne sie auch nur wahr zu nehmen.

Wenn ich zu weit vom Weg abkomme werde ich auf die Bretter geworfen, von meiner Seele, dann darf ich ruhen und mich herantasten, solange, bis ich weiß wie der Weg weiter geht. Meist geht das mit einer Krankheit daher, Symptome, die kein Arzt zuordnen kann und die wer weiß was bedeuten können, zum Glück kenne ich das mittlerweile und lasse mich dann einfach aufs Bett fallen und ruhe aus…

die Ruhe vor dem nächsten Schritt, irgendwann in der Zeit komme ich dann zu Erkenntnissen, wie immer die auch zu mir kommen, sie sind einfach da.  So war es wieder im Juli diesen Jahres und nach langer Suche wusste ich es dann, Lebensaufgabe heißt das Thema. Das passt zu meinem Horoskop in diesem Jahr, vielleicht sollte ich das doch öfter mal wieder zu Rate ziehen, es ist so einfach, aber ich tue es nicht, sehe es nicht mal, es fällt mir einfach nicht ein…

Was habe ich als Kind gerne gemacht, die Frage kam von meiner Heilpraktikerin…Himmel, ich weiß es nicht, ich war ja meist irgendwo zum Stillschweigen verdonnert, wahrscheinlich habe ich Bücher gelesen, und vorher, bevor ich lesen konnte…nein, ich weiß es nicht, es ist wie aus meinem Kopf entfernt, keine Erinnerungen…

Was war dein Traum? Schreiben, ich wollte immer schreiben, später weiß ich, habe ich oft in meinem Zimmer geschrieben, Listen über alles Mögliche, ich musste sie erstecken, das war verboten…

Wenn man die Gefühle und die Worte abtrainiert bekommen hat, wie soll man dann schreiben? Das war meine Frage an meine Heilpraktikerin. Ihre Antwort, das hast du dir ausgesucht, lerne es…

Seither frage ich mich wie ich das anstelle, da bin ich ja gezwungen die Worte und die Gefühle wieder in mein Leben zu holen.  Meine ganzen Anstrengungen, die vielen Jahre, Worte und Gefühle verdrängen, alles für die Katz…da fällt man doch Meter tief, wenn man das erfährt.

Ich hab im Internet geguckt, vor Jahren gab es einen Schreibclub, bei dem habe ich mich ganz wohl gefühlt, ich finde ihn nicht mehr, weiß auch nicht mehr wie die Seite hieß, ich hatte das doch at akta gelegt, abgeschlossen, Finito…

Es gibt natürlich Schreibclubs, bei Zweien las ich mal rein, also meine Güte, so ein überkandideltes  Geschwafel und mit Fremdwörtern Geschmeiße liegt mir nicht.  Traue ich mich nun wieder nicht oder soll ich weiter suchen? Diese Fragen immer. Ich hab ja mein Tagebuch, das ist schon gut gefüllt, aber kleinere Geschichten schreibe ich da nicht hinein…die sollen ja auch gelesen werden. Gegenseitiger Austausch, das wäre doch wichtig….vor Jahren hatte ich auch das einmal, auf der Arbeit mit einem etwas älteren Mann und ein Freund von mir, hat meine Geschichten gelesen…wie konnte ich das eigentlich alles aus den Augen verlieren….

nun, geschrieben habe ich dennoch fällt mir ein, mein Freund hat seitenlange emails bekommen, eigentlich liest er ja gar nicht gerne, kicher, er hat es doch getan…

jetzt habe ich beschlossen, einfach Konversation im Außen zu üben, dafür bekomme ich fleißig Übungsobjekte geliefert, wer mich seitdem alles anspricht, Holla, ich werde echt wahr genommen, eine ganz neue Erfahrung, damit muss ich erst umgehen lernen, früher machte mir so etwas totale Angst und ich war dann ganz fluchs auf dem Rückzug, heute genieße ich es, ups, wo ist denn die Angst hin?

Das sind die kleinen oder großen Dinge die mich aufbauen, die mich raus locken und mich wieder zum Leben führen, aus dem ich mich so zurück gezogen hatte.

Jetzt schreibe ich eben hier und wer es nicht lesen will, der liest es eben nicht.

Trotz Allem, ich entfliehe mal eben der Hitze und fahre in den Wald, mit Block und Stift und Strickzeug, vielleicht findet sich ja unterwegs noch ein leckeres Eis….

ich danke euch fürs zuhören..

lebt liebevoll

Tina

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