Seelenpartner

Es ist viele Jahre her, als ich mich das erste mal mit dem Thema Seelenpartner beschäftigte und ich kann auch nicht mehr sagen wie ich dazu kam. Fasziniert las ich Berichte und forschte. Dann kam eine Zeit in der ich überhaupt nicht daran dachte, Jahre lang. Schließlich wurde diese Spanne abgelöst von einer Erfahrung, die mir so neu und doch so vertraut war. Ich traf meinen Seelenpartner.

Wieder beschäftigte ich mich damit, denn Anfangs ignorierte ich die Stimme in mir und versuchte mir selbst zu beweisen, dass das doch alles Quatsch war. Aber diesmal kamen Menschen in mein Leben die in der gleichen Situation steckten und als ich schließlich eine Frau kennen lernte, deren Seelenpartner den selben Namen hatte wie meiner, da konnte ich nicht mehr wegsehen.

Von dem Moment an kamen die Erinnerungen an meine frühe Kindheit zurück. Ich hatte dieses Gefühl vergessen gehabt. Kind wie ich war, gab es in mir ein Wissen, welches ich als absolute Sicherheit empfand und ich sprach es auch laut aus, wenn ich nicht verstanden wurde von den Menschen um mich herum. Ich wusste, dass ich mit 40 meinen Seelenpartner treffe. Natürlich lag das nicht so weltmännisch vor mir, als Kind war es eher ein  Mann, der zu mir gehört und mich versteht und der mit 40 in mein Leben treten wird. Ich hatte dieses sichere Gefühl aber gleichzeitig auch ein Erstaunen wo das herkam und was das überhaupt zu bedeuten hätte. Ich konnte mit meinem eigenen Wissen darüber nichts anfangen. Als Kind ist 40 eine utopische Zahl.

Im Laufe der Jahre vergaß ich es, die Zeit hängte einen Mantel darüber oder ich selbst, indem ich alles deckelte.

Als es passierte war dieses Gefühl wieder da, diese Sicherheit, die ich aus meiner Kindheit kannte und auf einmal wurde mir all das klar.

Ende gut alles gut? Nein , nein. So einfach ist es selten, das was ich erfuhr und las sprach nicht von Glück sondern eher von Drama. In den seltensten Fällen fand man sich einfach und alles war gut. So auch bei mir. Trotzdem war ich froh, denn es hätte schlimmer kommen können. Manche Seelenpartner erkennen sich nicht einmal, bzw nur einer von ihnen.

Wir erkannten uns, das gab mir Mut und das alles ist jetzt 7 Jahre her. Wir lernen immer noch getrennt, wir gehen immer noch verschiedene Wege. Vor zwei Jahren hätte ich das nicht so schreiben können, da steckte ich noch mitten im Kampf, etwas zu verändern.

Um genau zu sein habe ich es auch erst vor ein paar Tagen wirklich verinnerlicht, als ich ein langes Telefonat mit meinem Exmann hatte und ihm einen Vortrag hielt, der natürlich gar nicht so sehr für ihn war, sondern für mich. Wie immer.

Die ganze Zeit über hatte ich versucht mich zu trennen oder loszulassen, es weg zu schieben oder mich zurück zu ziehen, abwechselnd und mit wenig Erfolg, denn sobald ich versuchte mich zu entfernen wurde ich wieder zurück geholt, mit unterschiedlichen Methoden. Mal war er plötzlich vermehrt in meinem Leben, mal wurde ich zufällig vor seine Füße gespült. Solange, bis ich wieder in der richtigen Bahn lief, dann ebbte das ab und ich durchlebte wieder Talsohlen.

Was ich nicht alles probiert habe, dabei ist die Lösung so einfach. Seelenpartner kann man nicht trennen und wenn man das Glück oder Pech, kommt auf die Sichtweise an, hat sich zu begegnen, dann hat man halt die Arschkarte. Die Dinge beruhen auf Beiderseitigkeit, er hat das genauso versucht, wie er mir später erzählte. Irgendwann habe ich begonnen es anzunehmen, diese Anziehung, die uns nicht los lässt, von da an ging es bergauf. Heißt jedoch auch, dass es herbe Rückschläge gab, dann braucht man gute Freunde, die für einen da sind. Wenn man sich nämlich Liebe als gemeinsames Thema ausgesucht hat wird es hart.

Mittlerweile nehme ich die Liebe an, seine Liebe, meine Liebe, unsere Liebe. Ohne Erwartungen. Wer schrieb den Text über bedingungslose Liebe, war das auch Kahlil Gibran?

Vor ein paar Tagen hab ich meinen Kampf eingestellt, es ist wie es ist, ich kann noch so gegen anstrampeln, das hat mich in sieben Jahren keinen Schritt von ihm weg gebracht.

Ich weiß auch nicht, warum man als Seelenpartner solche Angst hat zusammen zu kommen, unterbewusste Angst. Manchmal sage ich mir, was solls, wir sind ja eh irgendwann wieder eins. Da gibt es eine Theorie, die mir sehr gefällt, ich stelle es mir absolut lustig vor. Die Seele wird mit Bällen verglichen, sie hopsen lustig durch die Welt, natürlich können wir sie nur sehen wenn wir dran glauben. Irgendwann teilen sich die Bälle in zwei Hälften und gehen getrennt ihren Weg um sich wieder zu finden. Jede Hälfte macht andere Erfahrungen und später hat man das doppelte gelernt.

Es gibt bestimmt viele Seelenpartner die mittlerweile zusammen leben und ich kann auch nur über meine Erfahrungen berichten.

Als Kind kannte ich meinen Weg, ich bin gerade aus gegangen, ich habe Entscheidungen getroffen, die mich immer näher an ihn heran gebracht haben, ohne zu zögern. Die Angst trat erst später zu Tage. Vertrauen ist wohl auch hier das Wort des Lebens. Wenn ich vertraue werde ich geführt, versuche ich zu steuern geht der Schuss nach hinten los.

Googelt mal das Thema Seelenpartner wenn ihr mögt, es ist hoch interessant.

Und vielleicht liege ich ja mit meinen ganzen Theorien auch völlig daneben, wer weiß das schon, und das Beste, selbst das macht mir keine Angst mehr.

Seit ich so drauf bin, seit ein paar Tagen, will ich ständig meine Wohnung renovieren und umräumen, tzzzz…….was es alles gibt, da hätte mich die letzten sieben Jahre keiner zu gebracht.

Gute Nacht

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