Ein winzig kleiner Ausflug nach Mellensee

Das Winterlicht ist einfach magisch.

Gestern waren wir, meine Freundin und ich, in Mellensee. Das Ganze begann so: immer wieder die Frage, wo fahren wir hin, Sonne tanken. Es soll nicht so weit sein, denn da wir ja zwei Labertanten sind, kicher, wird es Mittag ehe wir los kommen. Zur Wahl stand Gottow, mal wieder aber das hab ich als zu weit verworfen. Was nun?

Ich liebe ja den Nottekanal und gesagt getan sind wir nach Mellensee gefahren. Mit der Absicht nach unserer kleinen Wanderung das Eiscafè zu besuchen.

Der schnelle Prinz, mein Auto, wurde im Ort geparkt, es gibt dort ein paar freie Plätze in der Nähe des Cafès. An besagtem hing ein Blatt Papier welches unsere spätere Absicht zunichte machte, kein Café also, es hat von November bis Februar geschlossen.

Ich musste unbedingt ein Fischbrötchen haben, vom an der Straße gelegenen Fischer, lecker. Man kann dort auch Essen und Verweilen aber wir wollten ja wandern und die Zeit drängte.

Also weiter, die Straße hoch,am See vorbei und runter zum Notte Kanal. An der Schleuse entlang und weiter den Rundwanderweg Nummer 2 welcher bis etwas zur Hälfte dem Verlauf des Wassers folgt.

Wie ihr seht, sind wir auf den Schienen gewandert. Nein nein, die Strecke wird nicht mehr von der Bahn betrieben, es ist die Draisine Strecke von Mellensee nach Zossen. Wenn Eine angefahren kommt tritt man einfach beiseite.

Am Weg gibt es viel zu sehen, der Verein Pro Mellensee hält alles gut in Schuss. Es gibt Tafeln mit vielen Infos, zum Beispiel wurde das damalige Nottefließ zum Kanal ausgebaut um die in der Gegend ansässigen Ziegeleien zu beliefern bzw die Ziegel zu transportieren. Auch zur Fauna und Flora gibt es Infos. Weiter findet man Bänke und Picknickplätze am Wegesrand.

Wir konnten Wildgänse begucken, leider nicht knipsen, da ich das Tele zu Hause lagere, lol.

Aber auch so gibt es jede Menge zu sehen. Am Baum stehen und sich von der Abendsonne bescheinen lassen. Abend = 15:30 Uhr. Totholz beobachten, Nester, die auf neue Bewohner warten, Flechten, Moos, Efeu am Baumstumpf.

Für mich ist das ja die eigentlich interessante Natur.

Weiter unten, an der Brücke, schwenkt der Weg nach rechts, über den Kanal um dann wieder nach rechts als Feldweg in den Wald abzubiegen. Vorbei an uralten Bäumen, die ich vor Jahren noch stehend betrachtet habe. Mittlerweile sind sie dem Sturm zum Opfer gefallen, sehen aber nicht minder schön aus. Rechts Felder, links Baumreihen, dahinter Wiese. Vögel schimpfen, weil wir den Weg kreuzen, Käuzchen rufen und fliegen in den dunkler werdenden Himmel davon. Der Frost kriecht über den Boden und Nebel steigt auf, magisch.

Wir können zugucken wie die Sonne verschwindet und der Horizont zu Blau und dann zu Schwarz wird. Davor aber liefert er ein Feuerdesign ab.

Wir gehen vorbei an einer Plantage, wo Weihnachtsbäume wachsen. Da wird gerade einer geschlagen. Schafe grasen und verstecken sich zwischen den Tannen als Schutz vor der Kälte. Dickes Winterfell tragend scheinen sie glücklich. Vermutlich Shropshire Schafe, habe ich von einer Zuschauerin gelernt, weil diese die Bäume nicht abnagen.

Schließlich kehren wir in die Zivilisation zurück.

Es ist fast dunkel, wir fahren zurück. Die Wanderung war ca 5 km, gut machbar auch wenn man ungeübt ist. Der Weg ist nicht zu schwierig.

Bis zum nächsten Mal schöner Notte Kanal.

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