Wintersonnenwende – Julfest am 21.12.

Das Julfest, ein für mich wichtiger Tag im Jahr, kehrt doch die Sonne zu uns zurück. Der Sonnengott wird neu geboren, ein neuer Kreislauf beginnt. Ein klein wenig feiern, ein Spaziergang am Wasser, die Sonne guckt durch die Bäume, ganz versteckt, das Licht ist magisch. Genießen, entspannen, etwas kochen, plaudern bei einer Tasse heißem Tee. Aber auch reflektieren, was hat das alte Jahr gebracht? Bei mir ist Neues gekommen, Unerwartetes. Ich habe viel an mir gearbeitet, alte Muster erkannt, aufgelöst, Glaubenssätze gesehen, gelöscht. Ich habe eine neue wunderbare Freundin kennen gelernt. Viele Coaches ausprobiert, selbst eine Ausbildung begonnen. Entscheidungen getroffen, die notwenig waren und sind, dabei habe ich Menschen scheinbar verloren. Sie haben sich zurück gezogen. Das zu akzeptieren war ein schwerer Weg und er wirkt noch. Sich nicht mehr geliebt fühlen, ein starker Glaubenssatz der immer noch ab und an durch blickt. Es war ein Jahr des Loslassens, ich habe ausgemistet, erst den Keller, dann meine Klamotten, später Geräte, die ich ewig nicht mehr benutze und natürlich meine Gedanken.

Zwischendrin meldetet sich ein lang gehegter Traum, er schwamm bisher sehnsüchtig unter der Oberfläche und ich konnte ihn abwehren, Jahre lang, aber dann habe ich plötzlich den Schläger weg geworfen und es einfach getan und nun ist er am werden, wie der junge Sonnengott, mein Van.

Nun, das Jahr geht vorrüber und ich fühle mich planlos herum irrend, Geduld und Vertrauen höre ich aus meinem Inneren. Es ist noch nichts zu sehen, wie der Same, der noch nicht durch die harte Winterhaut der Erde brechen kann, er wartet, bis der Sonnengott stark genug ist und mit seinen Strahlen Wärme und Leben schickt.

Neues, Unbekanntes, einerseits spannend anderseits macht es Angst. Aber es ist keine panische Angst eher eine Art Unruhe, etwas Unbekanntes zu erobern. Abenteuer.

Derweil verändere ich mein Leben, die Rauhnächte sind da, ich ziehe Karten, eine für jeden Monat des neuen Mondjahres. Ich ziehe mich zurück, gehe hinaus, öffne mein Herz, bemerke, wie es verletzt wird, schließe es nicht, nein, diesmal nicht, ich lasse es offen und es ändert sich, wie eine Prüfung am Jahresabschluss.

Es ist die Zeit wo alles noch einmal hoch kommt, als ob da wer sitzt und guckt wie ich reagiere, ja, es ist das Leben, viele Prüfungen bestehe ich, einige noch nicht.

Ziel für das neue Jahr, in die Leichtigkeit gehen, Respekt, Geduld, Zeit für mich, den heranwachsenden Samen betrachten und schaun was er wird.

Herz öffnen, wieder in Beziehung gehen mit der Welt, den Menschen, dem Leben. Liebe ist leicht, man braucht nicht um sie kämpfen, sie ist einfach da, in mir um mich herum und ich betrachte sie, wie schön sie ist und wie unterschiedlich sie sich zeigt.

Der Weg aus der Angst geht durch die Angst. Dahinter ist Ruhe, Gelassenheit, Vertrauen.

Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest, genießt die Stille dieser Nacht.

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