Die Reise zu mir – Pläne machen und Ausmisten

Herzlich willkommen im neuen Jahr. 2020 wird für Viele ein Jahr der Entscheidungen und der neuen Wege. So auch für mich.

Der Weg zu mir begann nicht erst heute,

sondern vor vielen Jahren, er änderte sich, ging mal langsam, zu langsam für meinen Geschmack, mal schneller voran. Manchmal gibt es Zeiten, in denen drängt es einen förmlich vorwärts, dieser Drang in mir, er ist kaum zu bremsen. Es begann schleichend, im letzten Jahr. Wie so oft, habe ich es ignoriert, die eingefahrenen Gleise sind doch so herrlich sicher und man merkt einfach nicht wie sie die Kraft abziehen, der Trott hält einen wie an einer Marionettenschnur oben, bis die Schnur reißt.

Schon im letzten Jahr riss sie oft, ich sah mich an meinen Grenzen, ich begann in kleinen Schritten etwas zu verändern aber, kleine Schritte waren wohl nicht der Plan. Wie von Geisterhand geführt änderte ich im Spätsommer alles mit dem Kauf des Vans und im Dezember, wieder an meinen Grenzen, wieder das Leben davon gleiten sehend, wieder die Hinweise wo der alte Weg mich hin führt traf ich die Entscheidung, die Elfenwolle zu beenden. Wenn ich gedacht hatte, dass ich traurig sein würde, ich war es nicht, nein, in mir kam ein herrliches Glücksgefühl auf und ich schufftete wie eine Verrückte, jeden Tag meines Urlaubs um die letzten Fasern zu verarbeiten, alles zu verkaufen. In dieser Woche endete meine zehnjährige Freundschaft mit der Firma, wir gehen jetzt getrennte Wege, heißt, die Elfen bleiben in meinem Leben als Naurwesen und auch die Wolle, als Socken, Kleider, Pullover, die mich wärmen.

Loslassen, so wichtig.

Wenn ich befürchtet hatte in ein Loch zu fallen, keineswegs. Die Dinge, die ich jahrelang nicht mehr getan hatte oder nur spärlich drängen derzeit an die Oberfläche. Ich meine wirklich drängen, sie überschlagen sich fast, ich kann nicht so schnell schreiben wie die Worte heraus purzeln, Fotos wollen gemacht werden, die Kamera ruft nach mir, Video Ideen ploppen hoch, die neue Homepage meldet sich. Es ist wie in einem Kindergarten, morgens, wenn alle die Erzieherin umarmen wollen, begrüßen und wild ihre Gedanken daher plappern. Ein endloses durcheinander Wirbeln der Worte, die alle Gehör erlangen wollen.

Ich nenne diese Serie jetzt den Weg zu mir, er wird spannend, denn er wird mich zu meinen Ängsten führen, denjenigen, die sich so lange so gut verstecken konnten und mich gelenkt haben, in sicheren Bahnen geleitet haben, das war der Deal, sie lassen mich in Ruhe wenn ich sanft dahin gleite. Jetzt aber herrscht Sturm. Ich freu mich drauf, mein inneres Kind, es jubelt und hüpft den ganzen Tag lachend über die Wiese.

Pläne und Worte,

ich versuche derzeit weiter an meinen Plänen zu arbeiten, ich schreibe sie auf, es fügt sich. Mein Traum vom Van aus zu arbeiten, ich weiß nicht mehr wann ich ihn Ad acta gelegt habe aber es sind Jahrzehnte, er drängt derzeit wieder absolut in mein Bewusstsein. Ja, bewusst sein, das sagt alles. Also schreibe ich die Worte auf, damit ich es irgendwie ordnen kann, denn sie kommen bei mir oft nicht ordentlich sondern sprudelnd wild aus meinem Inneren, nicht vom Verstand, nein, der ist viel langsamer, tief aus mir.

Ausmisten, gehört auch zum Loslassen. Es begann schleichend, letztes Jahr und seither gehen Dinge weg, die nicht mehr zu mir gehören. Sie stehen ungenutzt im Schrank, seit Jahren. Die Bücher, es sind nicht die Ersten, nehme ich heute mit in einen Bücherschrank. Der steht in einem Supermarkt, finde ich klasse. Ich habe dort schon viele meiner Beginner Bücher über Tarot, Astrologie und andere esoterische Themen ‚entsorgt‘ jetzt kommen die vielen Kochbücher dran. Denkt nicht, dass ich keine mehr habe, doch doch, schließlich habe ich mal ein Kochbuch geschrieben. Es hatte einen guten Start aber dann bin ich vom Weg abgewichen.

Das kannst du nicht, dafür hättest du mehr lernen müssen, ja, damals wirkten sie prima.

Ausmisten, es befreit, ja,

das tut es. Ich habe nur noch jene Klamotten, die ich wirklich trage, ich kaufe dank Leichtigkeit in meinem Leben auch nur noch was ich wirklich brauche um es zu Tragen. Shoppen ist nicht mehr eine Suche nach innerem Glück sondern eine Notwendigkeit um nicht nackt hinaus gehen zu müssen oder nicht zu frieren.

Was ich alles ausgemistet habe, Schuhe, alt und mit Löchern, wozu hebt man das auf? Uralte Kalender, wahrscheinlich falls ich mal ein Alibi brauche 😂🙈 Bürokram allgemein, tausende Pins, Stifte, die längst nicht mehr schreiben, verbogene Scheren und ja, auch in der Küche gab es viel. Pfannen, wo alles anhängt und ich jedesmal fluche aber sie sehen dekorativ aus. Topfdeckel, die den dazugehörigen Topf schon längst verloren haben, Dinge, die ich nie brauche, weil ich möglichst kein Mehl verwende und kaum backe.

Neues darf kommen, neue Ideen, neue Wege, neue Glücksmomente.

Ich wünsche euch ein wundervolles 2020

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