Elfen Van Life Wolle

Wege aus der Angst

Archiv für die Kategorie “Familienaufstellung”

Familienaufstellung

Lange habe ich darüber nichts mehr geschrieben, irgendwie fehlte die Zeit für ausführliche Berichte oder ich hatte zu Hause angekommen alles vergessen.

Dieses Mal war ich als Stellvertreterin dort, meine letzte eigene Aufstellung habe ich im Januar gemacht, als Einzelaufstellung. Was sich für mich als die beste Wahl erwies, intensiv, gefühlsstark und effektiv. Für jeden zu empfehlen, der sich entweder generell oder des Themas wegen in einer Gruppe schwer tut.

Im Vorfeld meiner Einzelaufstellung hatte ich Begriffe auf einem Zettel gesammelt, alles das, was mir auffiel, was es zu lösen galt, ich aber nicht auf einen Nenner bringen konnte. Der Zettel war gut gefüllt.

Man will ja am liebsten gar nicht hin sehen bei einem selbst, ist ja vermeintlich einfacher so, aber wenn man es dann macht sollte es mit schonungsloser Ehrlichkeit einhergehen.

Da mein Oberthema in diesem Jahr Beziehungen heißt, Tarotkarte die Liebenden, ist es nicht verwunderlich, dass alle Stichpunkte mit Beziehungen zu tun hatten. Wie trete ich in Beziehung? Aufgefallen war mir schon lange, dass ich in Beziehungen die absolute Kontrolle brauche, wahrscheinlich, um das zu merken, habe ich eine Beziehung über die ich keinerlei Kontrolle habe, wie gemein.

Nun, Punkt eins, mich nervt das, dieses Machtthema, Punkt zwei, kein Vertrauen, Punkt drei, der totale Rückzug, lieber alleine sein zu wollen. Es gab noch viele Punkte, ich weiß die gar nicht mehr alle.

Die Aufstellerin fragte mich, willst du das Urthema bearbeiten oder deine Beziehung, ich wählte das Urthema, weil da ja alles dran hängt und weil ich zu feige bin meine Beziehung aufzustellen.

Der Verlauf der Aufstellung erstaunte mich, denn immer noch hing ich an meinem toten Bruder. Ich gab ihm die Schuld, er hat mich verlassen und beschloss einfach niemandem mehr zu trauen. Die Lösung ging nicht so schnell wie ich es hier schildere, könnt ihr euch sicher denken. Das Thema Mutter hingegen war schon gut gelöst, sie hing ebenfalls an meinem toten Bruder aber sie nahm mich wahr. Das Thema Vater hat noch Bedarf aber das wäre für dieses Mal zu viel geworden.

Ich freu mich, dass ich meinen Bruder gehen lassen konnte, schuldfrei. Lebe mal jetzt die Liebe, die Macht hattest du lange genug. Das war der abschließende Satz der Aufstellerin.

Nun, Mitte März, wollte ich als Stellvertreterin mal gucken was so los ist, denn als Stellvertreter steht man ja in den Rollen die mit einem selbst zu tun haben. Ich musste lächeln, ich stand für einen toten Bruder und für eine Mutter und für eine Frau mit einem toten Bruder. Als letztere sah ich den Bruder, hatte aber keine Verbindung zu ihm und als Bruder hatte ich keine Verbindung mehr zur Familie. Also ist mein Bruder nun endlich frei.

Es war ein anstrengender Abend, ein freudiger Abend, ein gefühlsstarker Abend und ein erfüllter Abend.

Meine Beziehungen ändern sich, stellt euch vor, Männer schenken mir Rosen und geben mir Küsschen, einfach so. Ich bin erstaunt und noch erstaunter bin ich, dass ich ihnen nicht gleich eine rein haue. ♥

Ich bin entspannt und nehme die Dinge mehr wie sie sind und ich bin gewillt, das Vaterthema in naher Zukunft auch noch anzugehen.

Familienaufstellung im Juni

diesmal hab ich die Liebe aufgestellt….

wir hatten zwei Aufstellungstage, Samstag und Sonntag, am Samstag war meine Angst vor der Liebe dran….ich war so aufgeregt vorher und dann stand ich selbst da, kein Stellvertreter für mich, ojehhh, dachte ich, aber im Nachhinein genau das Richtige, selbst zu fühlen….

Ingrid suchte einen Stellvertreter für meine Mutter, ich stand ihr in gebührendem Abstand gegenüber, ich meinem Rücken gab es dann noch einen Stellvertreter für die Liebe.

Das war die Ausgangsposition. Ich hatte vorher mit Ingrid gesprochen, da mein Ex Mann das erste mal mitgegangen war, wollte ich keine offene Aufstellung, und so einigten wir uns, dass mein Freund die Liebe ist, was er ja auch ist. Es ging ja um meine Angst davor.

Wie ich schon befürchtet hatte, kam erst der Weg zur Mutter, ich sagte mir, mach es einfach, du hast jetzt hier diese Chance etwas zu verändern. Meine Mutter zeigte sich sehr liebevoll mir gegenüber, aber mein Weg zu ihr war nicht so einfach, hatte ich sie doch im Inneren für alles verantwortlich gemacht….

In ganz kleinen Schritten ging ich auf sie zu und musste ihr dabei in die Augen sehen, das war noch schwerer als das Laufen….aber ich schaffte es und sie nahm mich in die Arme…Tränen…das kenne ich im Leben nicht von ihr und auch nicht bei mir…es gab nie Tränen.

In diesen Momenten konnte ich einiges loslassen, meine Tränen liefen, ein Anfang, ich war so froh und stand einige Mituten bei ihr ohne mich zu bewegen. Dann drehte Ingrid mich um. Da war sie, meine Angst.

Meine Liebe wollte sofort zu mir kommen, aber Ingrid hielt ihn zurück, ich muss zu ihm, sagte sie, in ganz kleinen Schritten. Die Schritte fielen mir nicht schwer, ich konnte sie hintereinander gehen, fas bei ihm dachte ich, nun könnte er aber wenigstens mal die Hände ausstrecken….lustig, er blieb stehen, wie eine Säule, genau wie mein Freund das täte, hatte Ingrid wohl die richtige Wahl getroffen. Ich ging den letzten Schritt, es war schön, aber die Tränen flossen nicht, ich merkte, das dort noch etwas anderes war, dieses Gefühl, es war noch nicht richtig….

Tag 2:

Ich fuhr hin, wieder mit meinem Exmann, ich hatte keinen Schimmer, was ich aufstellen sollte, natürlich eine vage Ahnung, aber das in Worte zu fassen. Also sprach ich mit Ingrid, ich erzählte ihr von meinem Gefühl gestern und erzählte ihr auch was ich vermute.

Mit dem Liebsten hatte ich schon mal eine Verbindung, wahrscheinlich auch schon oft, in einem früheren Leben. Meinen Teil dieses Lebens hatte ich in einer Rückführung wieder erlebt. Ich war damals schwanger von ihm und musste das Kind abtreiben, wir wurden getrennt in diesem Leben und ich hab das nie verkraftet. Das war jetzt nur eine Kurzfassung. Seinen Teil des Lebens konnte ich nicht sehen, ich wusste nicht was passiert war, warum er weg war, bei mir blieb nur das Gefühl, er will mich nicht.

Das alles passt zu unserem heutigen Thema, das es eine KArmische Verbindung ist mit ihm wusste ich schon bald nachdem wir uns getroffen hatten.  Meine Krankheit sagt mir etwas von unerfülltem Kinderwunsch, das passt auch zu dem früheren Leben, nicht aber zu meinem heutigen, denn ich habe ganz tolle Kinder. Als ich meinen Freund kennenlernte, hatte ich sofort dieses starke Gefühl ein Kind mit ihn haben zu müssen, ich wußte lange bevor ich meine Kinder bekam und meinen Freund kennenlernte, welches KInd mir fehlt, es wäre ein Mädchen gewesen, Sarah. Damals konnte ich mir das nie erklären. Ich bekam auch erst zwei Jungs und war mehr als enttäuscht, ohne es begründen zu können, denn eingentlich war es mir egal gewesen, dachte ich. Dann war ich wieder von meinem Exmann schwanger und erfuhr schon vorher, dass es ein Mädchen wird. Ich freute mich so dermaßen und wusste, dass sie Sarah heißen wird. Als mein Mädchen dann auf die Welt kam und ich sie anblickte, sagte ich zur Hebamme, nein, das ist nicht Sarah, und gab ihr einen anderen Namen. Ich wußte lange nicht warum ich das gesagt hatte, denn meinen Freund lernte ich erst siebzehn Jahre später kennen.

Heute kann ich das zuordnen, auch das Gefühl, das dieses Kind uns fehlt.

Also verabredetet ich mit Ingrid meine Krankheit hinzustellen und mich. Dann wollte sie sehen wohin es geht und bei Bedarf das frühere Leben hinzuziehen.

Ich stellte also zwei Personen auf, selbst blieb ich am Rande sitzen. Es ging schnell, meine Krankheit sah nicht meinen Stellvertreter an, sie sah auf den Boden. Ingrid legte Sarah dort hin und sie stellte meinen Freund meinem Stellvertreter gegenüber auf die andere Seite von Sarah. Mein Stellvertreter schaute das Kind an und beachtete ihn gar nicht, er aber sah auch nur das Kind an und brach relativ schnell zusammen, er legte sich schräg vor Sarah, erst als er so lag, konnte mein Stellvertreter ihn sehen, sie als ich hockte sich zu ihm, er nahm meine Hand und hielt sie fest.

Ich, die Zuschauerin in diesem Fall, hockte heulend daneben, ich hatte meine Tränen einfach laufen lassen und sah dem Ganzen zu, Ingrid nickte ab und an bestätigend in meine Richtung, sie wußte, das ich wußte um was es geht.

Sarah ging es gut, sie lag da ganz friedlich und sah uns an, mein Stellvertreter aber zog sich zurück, Ingrid fragte warum, mein Stellvertreter meinte, das wäre alles zuviel.

So stellte Ingrid noch jemanden neben meinen Stellverteter und sagte, du bist jetzt all ihre Gefühle. Mein abgespaltener Persönlichkeitsanteil, mein Stellvertretr brach einfach zusammen, es dauerte eine Weile bis mein Stellvertreter sich aus den Armen der Gefühle lösen konnte und dann setzte sie sich wieder zu meinem Freund, mit den Gefühlen an der Hand…..ich war so froh…

….komischerweise erstaunte es mich gar nicht, dass mein Freund da lag und seine Füße nicht mehr spürte, er hat auch im echten Leben unerklärliche Symptome die ihn einfach mal nicht mehr auftreten lassen. Gerade als die Aufstellung gemacht wurde, war er deshalb wieder krank geschrieben und es war besonders schlimm diesmal.

Ich staunte auf meiner Beobachterposition wieder, mein Freund versuchte aufzustehen, ganz von allein und Sarah und mein Stellvertreter halfen ihm dabei. Gelöst haben wir es in soweit, dass wir drei und meine Gefühle und noch ein anderer Anteil von mir, den mein Exmann vertrat, wie lustig, zusammenstanden. Ja und als ich in diese Position trat und meinen Stellvertreter ablöste, da war sie, die Liebe die mir am Tag davor gefehlt hatte. Es war überwältigend schön.

Ich hab meinem Freund noch an diesem Abend davon erzählt und ich weiß auch, dass wir Sarah noch irgendwann gehen lassen müssen, aber jetzt ist es okay sie erst einmal bei uns zu haben. Diese Aufstellung war für alle sehr anstrengend und sie muss erst einmal wirken.

Ich bin sehr froh Ingrid zu haben und ich bin froh, das ich mich getraut habe dieses Thema aufzustellen.

Beitragsnavigation